HSPA: Schnelle Daten für den Mobilfunk

High Speed Packet Access (kurz: HSPA deutsch: Beschleunigte Datenpaket-Übertragung) ist eine Technologie, die schnellere Datenübertragung in UMTS-Mobilfunknetzen ermöglicht.

Sie besteht aus zwei Teiltechniken, die unter dem Oberbegriff HSPA zusammengefasst werden: HSDPA (für englisch: High Speed Downlink Packet Access deutsch: beschleunigter Datenpaket-Empfang) sorgt für den schnelleren Empfang von Daten beim Nutzer etwa aus dem Internet. HSUPA (für Englisch: High Speed Uplink Packet Access  deutsch: beschleunigtes Datenpaket-Senden) ermöglicht dem Nutzer das schnellere Senden seiner eigenen Daten.

Nach HSPA kommt HSPA Evolution

Als noch schnellere Techniken zur Datenübertragung steht in dieser Technologiefamilie derzeit HSPA+ im Englischen auch als Evolved HSPA (entwickeltes HSPA) bereit. Dazu kommt noch HSOPA (für Englisch: High Speed OFDM Packet Access), eine Technik die unter anderem auf den Einsatz von mehreren Antennen beim Senden und Empfangen setzt.

Die Normen von HSPA werden vom 3rd Generation Partnership Project (3GPP, deutsch Partnerschaftsprojekt 3. Generation) festgelegt, einem weltweiten Zusammenschluss von Standardisierungsgremien für den Mobilfunk.

Technik und Datengeschwindigkeit

Die HSPA-Technologien werden zusammen mit der UMTS-Technik und deren Infrastruktur genutzt. Sie sollen für eine schnellere Datenübertragung sorgen, die Kapazität der Funknetze erweitern und schnelleren Zugriff auf Datendienste ermöglichen.

In Deutschland kann man derzeit mit maximal 7,2 Megabit pro Sekunde beim Empfangen von Daten und – nach Angaben der Mobilfunkbetreiber - 1,45 bis 2 Megabit pro Sekunde beim Senden von Daten rechnen.

Die theoretischen Spitzengeschwindigkeiten mit HSPA liegen bei 14,4 Megabit pro Sekunde beim Empfangen und 5,76 Megabit pro Sekunde beim Senden von Daten. Für die Weiterentwicklung HSPA+ sind als Norm vom 3GPP Geschwindigkeiten von  42 Megabit pro Sekunde beim Herunterladen von Daten und 11Megabit pro Sekunde beim Senden festgelegt.

HSPA-Geräte

Nach Angaben der  Global mobile Suppliers Association (kurz: GSA, deutsch: Weltweiter Verband der mobilen Zulieferindustrie) gibt es derzeit (Stand Januar 2010) 2317 HSPA-fähige Endgeräte von 214 Herstellern. 897 davon sind HSPA-fähige Mobiltelefone, einschließlich der so genannten Smartphones. Dazu kommen 413 Notebooks und acht Ebook-Lesegeräte. Damit stieg innerhalb eines Jahres die Zahl der HSPA-fähigen Mobiltelefone um 74,1 Prozent, die der HSPA-fähigen Notebooks um 51,8 Prozent.

Derzeitiger Stand und Entwicklung

Heute (Stand März 2010) gibt es 325 UMTS-Netzwerke beziehungsweise Netzwerke mit vergleichbarer 3G-Technik in 135 Ländern, so die GSA. 315 davon werden mit dem Datenbeschleuniger HSDPA betrieben, allerdings nur 98 davon auch mit HSUPA. Nach Angaben des UMTS-Forums, eines weiteren Interessensverbandes der Mobilfunkindustrie, nutzen derzeit (Stand Ende Januar 2010) weltweit 500 Millionen Menschen UMTS-Netze beziehungsweise Mobilfunknetze der dritten Generation. Etwa 40 Prozent davon – also rund 200 Millionen Menschen -  haben in diesen Netzen Zugang zu HSPA-Technologien.