Das Telefónica-O2-Netz

Telefónica, vormals O2, betreibt in Deutschland zwei Mobilfunknetze für Telefonie und mobiles Surfen. Das eine Netz funkt mit der Technologie GSM der zweiten Mobilfunkgeneration (2G), das andere mit der Technologie UMTS der dritten Generation (3G). Dazu hat das Unternehmen derzeit (Stand: April 2011) 17.900 GSM- und 11.000 UMTS-Sendemasten in Betrieb. Unabhängig mit welcher Technik, erreicht Telefónica eine Abdeckung für Telefonie und Surfen von 99 Prozent.

Bei der Telefonie gleichauf, bei den Daten vorne dabei

Das mobile Telefonnetz von Telefónica O2 ist gut ausgebaut. Die Erreichbarkeit ist in allen Teilen Deutschlands gegeben. Hier unterscheiden sich die Netzbetreiber kaum noch. Der Connect Netztest 2010 ergab bei O2 Schwächen in der Qualität der Verbindung, die Erfolgsrate beim Verbindungsaufbau war dafür höher als bei der Konkurrenz.

Das Datennetz von Telefónica O2 ist laut Konzernangaben so gut ausgebaut, dass es 99 Prozent der Deutschen erreicht. Das heißt, dass fast jeder zumindest mit GPRS oder EDGE mobil surfen kann. Mit schnellen Datenfunktechniken der dritten Generation wie HSDPA können sich immerhin schon 65 Prozent der Deutschen ins Telefónica-Netz einwählen. Dabei ist nicht an allen Orten, an denen HSDPA verfügbar ist, auch die Möglichkeit gegeben, mit EDGE oder GPRS zu surfen. Oft ist nur eine der Techniken vorhanden, um eine maximale Abdeckung in der Breite zu erzeugen.

Beim Netztest 2010 der Zeitschrift Connect kam Telefónica, damals noch O2, auf den zweiten Platz hinter Vodafone. In Städten surft man im Telefónica-Netz in 84 Prozent der Fälle schneller als ein Megabit pro Sekunde. Auf dem Land sind es noch 52 Prozent der Verbindungen, die über ein Megabit pro Sekunde kommen. Die durchschnittlichen Datenraten beim Herunterladen (Download) lagen im Connect-Test in der Stadt bei 2,1 Megabit pro Sekunde und auf dem Land bei 1,4 Megabit pro Sekunde.

LTE soll im 2. Quartal 2011 kommen

Die Datenfunktechnik HSPA+, eine weitere UMTS-Ausbaustufe, wird von Telefónica derzeit in München getestet. Telefónica verkauft zwar einen Surfstick, der bis zu 28 Megabit pro Sekunde im Download schafft, diese Geschwindigkeit kann man aber noch nicht im Netz nutzen.

Noch höhere Datenraten verspricht die Datentechnologie Long Term Evolution (LTE), die von Telefónica in München und Halle, sowie in Ebersberg und Teutschenthal getestet wird. Bis zu 100 Megabit pro Sekunde im Download sollen damit theoretisch möglich sein. Mehrere hundert Tester surfen seit Dezember in den LTE-Testnetzen von Telefónica. Im zweiten Quartal 2011 sollen die LTE-Netze an den Start gehen und ins offizielle Programm von Telefónica aufgenommen werden. Zuerst werden nach der Maßgabe der Bundesnetzagentur ländliche Gebiete versorgt, bevor auch Städte vom LTE-Netzausbau profitieren.