Das E-Plus-Netz

E-Plus betreibt GSM-Mobilfunknetze der zweiten Generation (2G) sowie UMTS-Mobilfunknetze der dritten Generation (3G). Sowohl mobiles Telefonieren als auch Surfen mit Handy, Notebook und Tablet-PC sind in diesen Netzen möglich.

E-Plus setzt auf den Ausbau seiner HSPA+-Netze, um mehr Kunden schnelles, mobiles Internet zu bieten. Seit Frühjahr 2011 laufen auch Feldtests mit der neuen Mobilfunktechnologie Long Term Evolution (LTE).

Nur stellenweise HSPA+

Das mobile Telefonnetz von E-Plus ist ähnlich gut ausgebaut wie bei den Konkurrenten. Große Unterschiede sind durch die mittlerweile beinahe lückenlose Abdeckung nicht mehr zu erkennen, auch die Qualität und die Erfolgsrate beim Verbindungsaufbau lassen sich sehen.

Beim Datenfunk jedoch läuft E-Plus seit Jahren der Konkurrenz hinterher. Der Netzbetreiber kann mit den anderen Anbietern nicht Schritt halten und hat das mit Abstand langsamste Datennetz in Deutschland. Zwar ist EDGE flächendeckend im 2G-Netz verfügbar und somit das Surfen mit etwa 220 Kilobit pro Sekunde (Kbit/s) überall möglich. Der UMTS-Ausbau geht aber nur schleppend voran.

In den Ballungsräumen kann man damit rechnen, mit UMTS-Geschwindigkeit zu surfen, also mit 384 Kbit/s. Die HSDPA-Abdeckung in den Netzen der dritten Generation liegt bei etwa 80 Prozent. An entsprechend ausgebauten Orten ist das Surfen mit theoretisch bis zu 7,2 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) möglich. Nur an ausgewählten Orten wird HSPA+ angeboten, eine weitere Ausbaustufe von UMTS. Damit ist das mobile Surfen mit theoretisch bis zu 21,6 Mbit/s möglich. So wurde zum Beispiel Garmisch-Partenkirchen pünktlich zur Ski-WM 2011 mit HSPA+ versorgt.

Bei den LTE-Frequenzen von 800 Megahertz blieb E-Plus außen vor, ersteigerte dafür aber andere Frequenzblöcke. Das Unternehmen führt mittlerweile LTE-Feldtests in den Frequenzbereichen 1800, 2100 und 2600 Megahertz durch, zusammen mit dem chinesischen Netzausrüster ZTE.

LTE auf anderen Wellenlängen

Bei den Netztests der Zeitschrift Connect und dem Internet-Portal Chip-Online schnitt E-Plus erwartungsgemäß schlecht ab und landete abgeschlagen auf dem letzten Platz. In der Stadt lag die Anzahl der Verbindungen über einem Mbit/s bei 46 Prozent, auf dem Land bei gerade einmal 14 Prozent. Auch der Seitenaufbau ist sehr langsam und es kam in den Tests zu vielen Verbindungsfehlern.