UMTS-Smartphones: Die Mini-Computer

Ein UMTS-Smartphone ist ein mobiles Datengerät, das in UMTS-Mobilfunknetzen der dritten Generation (3G) sendet und empfängt.

Diese Smartphones können mit den Technologien HSDPA und HSUPA Daten beschleunigt empfangen und senden. Der Begriff Smartphone selbst ist nicht durch einen Industriestandard definiert.

Die Technik

Smartphones sind eine Mischung aus einem kleinen Computer und einem Mobiltelefon. Sie können als Kleincomputer verschiedene Funktionen wie beispielsweise Büroarbeiten, Surfen oder Spielen anbieten. Sie haben ein eigenes Betriebssystem, das es ermöglicht, eine Fülle von Zusatzprogrammen, die sogenannten Apps herunterzuladen und zu betreiben. Derzeit gibt es an gängigen Betriebssystemen  Symbian OS, Samsung bada, Iphone OS in den Iphones von Apple sowie Googles Android, das eine kostenfrei zugängliche Software ist. Windows Mobile und Windows Phone 7 von Microsoft wird oft im Firmenbereich genutzt, ebenso wie das Blackberry OS von RIM, das einen Schwerpunkt auf der Funktion unternehmensweite E-Mail-Kommunikation hat.

Es gibt Geräte mit berührungsempfindlichem Bildschirm und Geräte die über die Tastatur bedient werden. Smartphones haben in der Regel eine zusätzliche Speicherkarte, um größere Datenmengen  abzuspeichern und sind öfter mit einem schnelleren Prozessor als die einfachen Mobiltelefone ausgerüstet. Derzeit gibt es bei Smartphones drei Trends: Der Trend zu größeren und berührungsempfindlichen Bildschirmen, zu schnelleren Prozessoren und zu mehr zusätzlichem Speicherplatz im Gerät selbst oder bei den zusätzlichen Speicherkarten.

Geschichte des Smartphones mit UMTS

Als erstes Smartphone gilt das von IBM produzierte Simon; das 1993 von der US-amerikanischen Telefongesellschaft  Bellsouth vertrieben wurde. 1996 startete als erster europäischer Produzent Nokia mit seiner Communicator-Serie die Produktion von Smartphones – vier Jahre bevor die meisten europäischen UMTS-Lizenzen versteigert wurden. Das erste Gerät, das – im Jahr 2000 - ausdrücklich unter der Bezeichnung „Smartphone“ vermarktet wurde war das Ericsson R380.

Erst 2004 kam es aber in Europa zur Markteinführung des UMTS-Mobilfunknetzes. So dauerte es bis zum Jahr 2005, bis  Nokia seine N-Reihe mit UMTS-fähigen Smartphones startete, die dann nicht als Mobiltelefone sondern als kleine Multimedia-Computer vermarktet wurden.

Tipps zum Einkauf

Es gibt Smartphones, die lediglich auf den Betrieb in GSM-Mobilfunknetzen der zweiten Generation ausgelegt sind wie derzeit beispielsweise das Nokia 5530 XpressMusic. Solche Geräte haben dann die Technologien HSCSD sowie GPRS und EDGE installiert, um in GSM-Mobilfunknetzen der zweiten Generation beschleunigt Daten zu senden und zu empfangen. Dazu kommt meist als schnelle drahtlose Datenfunktechnologie noch WLAN, das aber nur im engen Einzugsbereichs eines WLAN-Zugangspunktes nutzbar ist.

Vor dem Kauf eines UMTS-Smartphones sollte man die UMTS-Netzabdeckung einschließlich der Datenbeschleuniger HSDPA und HSUPA auf den Webseiten der Mobilfunkbetreiber für den vorgesehenen bevorzugten Einsatzort des Smartphones prüfen. In größeren Orten und Ballungsregionen ist der Einsatz solcher Smartphones  kein Problem. Doch wer weit draußen  in dünn besiedelten Gebieten lebt und arbeitet, wird vor dem Kauf eines UMTS-Smartphones genau hinschauen müssen.

Ein zweites Kriterium beim Kauf sind das Betriebssystem und die kleinen Zusatzprogramme, die so genannten Apps. Der Käufer sollte also erst einmal überlegen, welche Funktionen (beispielsweise Büroarbeiten erledigen oder Spielen oder Internet-Surfen oder Musik hören) er überwiegend mit dem Smartphone durchführt und welches Betriebssystem hierzu die meisten und besten Zusatzprogramme zur Verfügung stellt. Nur so kann man das Potenzial eines Smartphones optimal nutzen.

Autor: ET