UMTS: Die Preise
Um sich in den Tarifdschungel des Mobilfunks zu stürzen, schadet es nicht, eine Übersicht über die aktuellen Preise zu haben.
Vertragstarife und Prepaid-Pakete locken und jeder verspricht günstige Preise. Dieser Artikel zeigt Ihnen, was derzeit wirklich günstig ist und wie es um die durchschnittlichen Preise im Mobilfunk bestellt ist.
Telefonieren mit dem Handy
Wer sich für einen klassischen Vertragstarif entscheidet, geht im Normalfall eine Bindung über mindestens 24 Monate ein. Man zahlt eine monatliche Grundgebühr, zu der eventuelle Zusatzkosten kommen. Die Grundgebühren liegen dabei zwischen fünf und 80 Euro. Dabei gilt, dass bei einer günstigeren Grundgebühr weniger Dienste inklusive sind. Zahlt man eine hohe monatliche Grundgebühr, sind viele Dienste wie Telefonie, SMS oder gar MMS inklusive. Die Preise pro Minute Telefonie und pro SMS liegen bei Vertragstarifen zwischen neun und 29 Cent. In der Regel fährt man mit etwa 19 Cent nicht schlecht, dies stellt den Normalfall dar.
Im Prepaidbereich ähneln sich die Tarife stark. Die Anschlussgebühren, beziehungsweise die Kosten für die SIM-Karte liegen meistens um die zehn Euro. Die Minutenpreise und die SMS-Preise sind oft der Übersichtlichkeit halber gleich. Sie liegen zwischen drei und 15 Cent, in der Regel pendeln sie sich aber bei etwa neun Cent pro Minute und SMS ein.
Surfen mit dem Handy
Beim Surfen mit dem Handy gibt es als Vertragsvariante die Zusatzoptionen, die man buchen kann, wenn man schon einen Telefonietarif hat, sei es per Vetrag oder prepaid. Man zahlt pro Monat einen festen Betrag und kann dafür ein Datenvolumen zwischen 50 Megabyte und etwa drei Gigabyte versurfen. Danach wird die Geschwindigkeit stark gedrosselt, so dass bis Monatsende Surfen nur noch unter erschwerten Bedingungen möglich ist.
Ohne Zusatzoption kann man mit dem Handy auch einfach pro Minute oder versurftem Megabyte zahlen (Surf-by-Call), unabhängig davon, ob man einen Vertrag hat oder einen Prepaidtarif. Pro Minute zahlt man im Schnitt etwa neun Cent. Wird pro Megabyte abgerechnet, liegen die Preise zwischen 19 und 49 Cent pro MB. In der Regel werden etwa 24 Cent pro MB veranschlagt.
Surfen mit dem Notebook
Notebooksurfer können aus einer Vielzahl von Vetragstarifen auswählen. In der Regel zahlt man dabei einen festen Betrag pro Monat und erhält eine gewisse Datenmenge. Ist diese verbraucht, surft man bis Monatsende mit gedrosselter Geschwindigkeit. Effektiv ist aber Surfen kaum mehr möglich mit der verringerten Geschwindigkeit. Die Preise liegen hier zwischen fünf und 25 Euro. Die Datenmengen beginnen bei 50 Megabyte und gehen bis fünf Gigabyte pro Monat. Aber Vorsicht, es gibt auch noch einige Tarife, bei denen nach Verbrauch des Volumens nicht gebremst wird, aber jedes weitere Megabyte mit 24 bis 49 Cent zu Buche schlägt.
Im Prepaidbereich gibt es mehrere Varianten. Einmal die Pakete für einen kompletten Monat, die ähnlich wie Vertragstarife ein gewisses Volumen bieten, nach dessen Verbrauch gebremst wird. Hier liegen die Preise zwischen zehn und 25 Euro. Bei Tagesangeboten zahlt man zwischen 2,50 und fünf Euro, allerdings wird hier pro Kalendertag gerechnet. Will heißen, wenn ich mich fünf Minuten vor Mitternacht einwähle, zahle ich für fünf Minuten, danach muss ich erneut ein Tagespaket buchen.
Außerdem gibt es Zeitpakete, die zwischen 15 Minuten und drei Monaten andauern. Hierbei ist die Zeit als Maximaldauer zu sehen, die Verbindung wird vorher getrennt, wenn das Inklusivvolumen verbraucht ist. Für 15 Minuten muss man etwa 50 Cent rechnen, für 90 Minuten etwa einen Euro. Bei einem Paket über drei Monate muss man mit circa 40 Euro rechnen. Allerdings kann man dann auch bis zu fünf Gigabyte versurfen.
Autor: JG
