UMTS-Datenraten

Die Übertragungsgeschwindigkeiten im mobilen Internet sind je nach Ausbau der Netztechnik sehr unterschiedlich.

Sowohl die GSM-Netze der zweiten Generation, als auch die UMTS-Netze der dritten Mobilfunkgeneration wurden mehrfach ausgebaut, um die Datenraten zu erhöhen. Dieser Artikel zeigt Ihnen, welche Technik welche Geschwindigkeit bietet.

Datenfunk in 2G-Netzen

Mit dem Datendienst General Packet Radio Service (GPRS) ist man in den GSM-Netzen der zweiten Generation unterwegs. Die Geschwindigkeit liegt bei GPRS zwischen 9,05 und 171,2 Kilobit pro Sekunde. Die Datenrate hängt dabei von der angewandten Technik zur Leistungssteigerung ab, zum Beispiel Mehrfachantennentechnik oder mehrere Funkkanäle. In der Regel geht man bei GPRS von einer mittleren Geschwindigkeit von etwa 64 Kilobit pro Sekunde (Kbit/s) aus.

Enhanced Data Service for GSM Evolution (EDGE) ist eine weitere Ausbaustufe der GSM-Netze. Die Geschwindigkeit liegt mit dieser Technik zwischen 8,8 und 473,6 Kbit/s. Beides sind aber Extreme. Auch hier sind Technologien wie Modulation und Anzahl der Funkkanäle für die hohen Schwankungen verantwortlich. Die maximale Datenrate von 473,6 Kbit/s ist rein theoretisch und nur unter Laborbedingungen zu erreichen, also alleine direkt neben einem Sendemast und unter Ausnutzung sämtlicher Kanäle und Modulationsverfahren. Meist erreicht man mit EDGE etwa 230 Kbit/s.

Datenfunk in 3G-Netzen

Eine ganz neue Generation von Mobilfunknetzen sind UMTS-Netze, auch genannt die dritte Generation oder 3G. Mit dem Universal Mobile Telecommunications System (UMTS) erreicht man theoretisch bis zu zwei Megabit pro Sekunde (Mbit/s). Aber auch hier gilt, dass sich mehrere Nutzer in einer Funkzelle die Bandbreite teilen und somit in der Regel die Geschwindigkeit einer UMTS-Verbindung mit 384 Kbit/s angenommen werden kann.

Wie bei GSM gibt es auch für UMTS-Netze Ausbaustufen, welche die Datenrate weiter in die Höhe schrauben. Mittels High Speed Packet Access (HSPA) erreicht man theoretisch bis zu zehn Megabit pro Sekunde, wenn alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden. Aber auch hier hängt die mögliche Geschwindigkeit von Kanalbreite und Antennentechnik ab, sodass sich Geschwindigkeiten ergeben, die sich folgendermaßen staffeln: 1,8 Mbit/s, 3,6 Mbit/s und 7,2 Mbit/s.

Eine weitere Stufe ist HSPA+. Damit werden die Grenzen weiter verschoben. Rein theoretisch sind damit Geschwindigkeiten von bis zu 168 Mbit/s möglich. Die maximale Datenrate liegt in Deutschland aber bisher bei 21,6 Mbit/s. Selbst in besser ausgebauten HSÜA+-Netzen liegt das Maximum derzeit bei 42 Mbit/s. Die genannten 168 Mbit/s sind lediglich als technische Obergrenze zu verstehen.

Autor: JG