So finden Sie als Geschäftskunde einen Anbieter
Für alle, die Handy und Laptop geschäftlich nutzen, haben die Mobilfunkanbieter eigene Angebote für Geschäftskunden. Verwirrend unübersichtlich in ihrer Fülle sind diese Angebote – wir geben Ihnen deshalb ein paar Fingerzeige, damit Sie sich im Dschungel der Anbieter und Einzeltarife zurechtfinden.
Eigene Bedingungen für Geschäftskunden gibt es bei der Deutschen Telekom, bei Vodafone, und bei O2. E-Plus hat vor allem den Tarif „Base Professional“. Bei den Anbietern ohne eigenes Mobilfunknetz umwirbt Klarmobil Kunden aus dem Bereich kleine und mittlere Unternehmen. Dazu kommt die von der Sparhandy GmbH betriebene Marke Conbato.de, die anbieterunabhängig nach günstigen Gesamtlösungen für das jeweilige Unternehmen sucht.
Worauf Sie bei der Suche achten sollten
Da ist erstens einmal der Rabatt: Je nach Anzahl der Sim-Karten, die eine Firma bei einem Betreiber nutzt, kann man einen eigenen Vertrag abschließen und dabei einen Rabatt heraushandeln. Dieser kann sich nicht nur auf die Telefonate und Datenverbindungen im heimischen Deutschland, sondern auch die teuren Auslandsverbindungen beziehen. Hier hängt wohl vieles vom Verhandlungsgeschick ab und von der Größe des Mobilfunkvertrages ab – Firmen mit vielen Mitarbeitern sind klar im Vorteil.
Unser Tipp: Bestimmen Sie erst einmal, wie viele Sim-Karten Ihr Unternehmen braucht. Dann haben Sie schon einmal Ihre Verhandlungsmasse, mit der Sie einen mehr oder weniger großen Preisnachlass herausschlagen können.
Ein zweiter Punkt sind firmeninterne Gespräche und Gespräche außerhalb der Firma. Business-Tarife bieten unter anderem kostenloses Telefonieren unter den einzelnen Firmenmitgliedern an, auch dies ist ein Punkt, der bei der Entscheidung eine wichtige Rolle spielt. Hier kommen Anbieter in Betracht, die einen so genannten Community-Tarif im Angebot haben – sind alle Firmenangehörige in dieser Tarifgruppe, kann man den Tarif für kostenlose firmeninterne Telefonate nutzen.
Unser Tipp: Schätzen Sie ab, welche Art von Verbindungen von Ihren Mitarbeitern vergleichsweise häufig genutzt wird: Firmeninterne Telefonate oder Gespräche mit den Kunden? Wird von Ihren Firmenmitgliedern überwiegend auf mobile Anschlüsse oder auf Festnetzanschlüsse telefoniert? Je nach Gesprächsart können Sie dann geeignete Minutenpakete buchen. Oder Sie nehmen gleich einen Tarif mit unbegrenzter Gesprächsdauer in einem bestimmten Netz, eine sogenannte Flatrate: Da kann man unbegrenzt in ein Mobilfunknetz telefonieren (Community-Tarife), ins ganze deutsche Festnetz (Festnetz-Flat) oder in alle Mobilfunknetze und ins Festnetz (All-Net-Flat).
Die kleinen Zusatzoptionen
Je nach Unternehmen sind auch die kleinen Zusatzoptionen zu den einzelnen Tarifen ein Kriterium bei Ihrer Wahl.
Die wichtigste Option ist zweifelsohne das Nachsenden von Emails auf das Smartphone. Für diesen Service gibt es unterschiedliche Angebote – mal wird der klassische Dienst der Smartphone-Marke Blackberry genutzt, mal gibt es Mails auf jedes Smartphone.
Unser Tipp: Sie müssen ihre Mitarbeiter nicht unbedingt mit einem Blackberry ausstatten, um ihnen die Mails nachzusenden – den Service gibt es auch für andere Smartphones. Aber Blackberry ist zweifelsfrei eine einfache und zuverlässige Lösung – wenn auch nicht die preiswerteste.
Als zweite wichtige Option kommen Gespräche oder Datenverbindungen im Ausland dazu. Hier gibt es je nach Mobilfunkbetreiber unterschiedliche Länderangebote für günstiges Telefonieren oder Surfen.
Unser Tipp: Zuerst einmal festlegen, in welchen Ländern Ihre Mitarbeiter hauptsächlich unterwegs sind. Und dann kann man für diese Ländergruppe die günstigste Option suchen.
Wichtige Faktoren: Unternehmensgröße und Art der Kommunikation
Wenn Sie als Unternehmen einen Mobilfunkbetreiber auswählen, müssen Sie eine Vielzahl von Faktoren beachten: Da ist erstens Ihre Unternehmensgröße und davon abhängig die Zahl der Mitarbeiter, die miteinander mobil kommunizieren sollen. Ein zweiter wichtiger Faktor ist die Art der Kommunikation: Sollen die Mitarbeiter nur telefonisch in Kontakt miteinander sein oder auch Daten übers Internet austauschen? Und als dritter Faktor kommen schließlich die Auslandseinsätze dazu: Wie viele Ihrer Mitarbeiter sind regelmäßig im Ausland und sollen auch dort mobil angebunden werden per Telefon und/oder übers Internet?
Ganz grob kann man sagen, dass Unternehmen mit sehr vielen Mitarbeitern, von denen womöglich etliche im Ausland tätig sind wohl besser aufgehoben sind bei den großen Mobilfunkbetreibern, die auch im internationalen Geschäft tätig sind: Also Telekom, Vodafone oder O2.
Haben Sie dagegen einen kleinen oder mittleren Handwerksbetrieb oder ein Vertriebsunternehmen oder ein Unternehmen mit vielen Außendienstmitarbeitern mit denen sie einfach und preisgünstig hauptsächlich telefonisch in Kontakt bleiben wollen, dann sind Anschlüsse über die kleineren Anbieter wie Klarmobil eine lohnende Alternative.
Autor: ET
